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Vorreiterkonzept Klimaschutz
Die Stadt Seelze engagiert sich bereits seit vielen Jahren erfolgreich für den Klimaschutz als zentrale gesellschaftliche Herausforderung. Klimaschutz spart Geld und sichert die Wohn- und Lebensqualität in Seelze. Daher hat der Rat der Stadt Seelze am 23.05.2024 das Klimaschutz-Oberziel beschlossen: „Die Stadt wird das Ziel der Klimaneutralität in zeitlicher und thematischer Abstimmung mit der Region Hannover realisieren.“
Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, braucht es ein aktuelles Konzept, das zeigt, wo die Stadt aktuell steht und welche Maßnahmen umgesetzt werden müssen.
Der Weg zur Klimaneutralität – Vorreiterkonzept Klimaschutz
Die Stadt hat mit dem Klimaschutz-Aktionsprogramm aus dem Jahr 2010 bereits eine Grundlage, auf der sie aufbauen kann. Im sogenannten Vorreiterkonzept Klimaschutz soll nun das Klimaschutz-Aktionsprogramm fortgeschrieben werden und als eine Art Leitfaden für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen in Stadt und Verwaltung dienen.
Das Vorreiterkonzept Klimaschutz stellt als Basis die aktuelle Situation dar: Wodurch und in welchem Umfang werden in Seelze Treibhausgase ausgestoßen? Aktualisierte Szenarien zeigen Rahmenbedingungen auf, unter denen die Klimaneutralität bis 2040 erreicht werden kann. Das Herzstück des Konzeptes werden jedoch die konkreten Maßnahmen für die Umsetzung von lokalen Klimaschutz-Aktivitäten und -Vorhaben sein.
Die folgende Abbildung stellt die einzelnen Arbeitspakete und ihre zeitliche Abfolge dar.
Das Ziel ist, die Klimaschutzaktivitäten in Seelze zusammenzuführen und zu beschleunigen. Das Vorreiterkonzept ist integriert, was bedeutet, dass alle relevanten Sektoren und Handlungsfelder berücksichtigt und einbezogen werden sollen, um ein umfassendes Maßnahmenpaket zu schaffen.
Zur Erreichung der Klimaneutralität ist auch eine klimaneutrale Wärmeversorgung wichtig. Die Kommunale Wärmeplanung für Seelze ist ein eigenständiger Prozess und befindet sich derzeit in der finalen Phase. Die Ergebnisse aus der Kommunalen Wärmeplanung werden in das Vorreiterkonzept mit einfließen. Mehr zur Kommunalen Wärmeplanung.
Für die Erstellung des Vorreiterkonzeptes Klimaschutz hat die Stadt Seelze das Büro KoRiS- Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung aus Hannover und energie konzepte klimaschutz Siepe aus Gehrden beauftragt. Sie erstellen gemeinsam mit der Stadt und in einem breiten Beteiligungsprozess das Vorreiterkonzept.
Machen Sie mit!
Das Vorreiterkonzept wird besonders durch Ihre Hinweise zu einem passgenauen Leitfaden für Seelze. Bringen Sie Ihre Anregungen und Maßnahmenvorschläge ein! Alle sind gefragt: Bürgerinnen und Bürger aus Seelze, Ratsmitglieder, Unternehmen, Vereine, …
Die Auftaktveranstaltung für die Konzepterstellung hat am 30.09.2025 stattgefunden. Dort haben wir vorgestellt, in welchen Bereichen der Ausstoß von Treibhausgasen in Seelze verringert werden kann und muss. In unterschiedliche Szenarien haben wir vorgestellt, wie Klimaneutralität erreicht werden kann.
Am 12. Januar 2026 gibt es im Rahmen einer öffentlichen Klimaschutz-Werkstatt noch einmal die Möglichkeit konkrete Handlungsmöglichkeiten und Maßnahmen vertieft zu diskutieren und auszuarbeiten.
Weitere Informationen zur Klimaschutz-Werkstatt finden Sie weiter unten unter der Überschrift "Veranstaltungen".
Die Stadtverwaltung geht voran und will sich auch klimaneutral aufstellen. In drei speziellen Workshops werden die Verwaltungsmitarbeitenden Potenziale und mögliche Maßnahmen in den Blick nehmen.
Fragen, Anregungen, weitere Infos
Mit Fragen, Anregungen und für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an die Klimaschutzmanagerin Frau Peggy Zeidler (Kontaktdaten siehe Ansprechpartnerin).
Die Stadt erhält für die Erstellung des Vorreiterkonzeptes Klimaschutz Fördergelder von Bund und der Region: Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz das Projekt mit 68 %. Die Region Hannover stellt nochmal 20 % der Kosten aus ihrem Regionalem Kofinanzierungsfonds (REKO) bereit. Damit verbleibt bei der Stadt ein Eigenanteil von 12 %.
Nationale Klimaschutzinitiative:
"Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen."
www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie




