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Stadtgeschichte online. Die Protokolle der Gemeinden 1854 – 1974
Die heutigen elf Ortsteile der Stadt Seelze waren bis 1974 eigenständige Gemeinden. Bisher ist die Geschichte der elf Gemeinden nicht einheitlich aufgearbeitet. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat das Stadtarchiv mit Unterstützung der VGH Stiftung und dem Freundeskreis des Stadtarchivs das Projekt "Stadtgeschichte online" ins Leben gerufen. In diesem Projekt werden von Ehrenamtlichen die Sitzungsprotokolle der Gemeindeausschüsse und Gemeinderäte zwischen 1854 bis 1974 für eine Online-Präsenz aufbereitet.
Die Protokolle als wichtige Quelle der Stadtgeschichte
Diese Sitzungsprotokolle sind eine zentrale Quelle der jeweiligen Ortsgeschichte. Hier wurden Entscheidungen festgehalten, welche die jeweiligen Ortsteile bis heute prägen. Dazu gehören beispielsweise die Besprechung und Genehmigung von Bauprojekten, die Benennung und Umbenennung von Straßen, der Ausbau der örtlichen Infrastruktur durch Abwasser, Gas und Elektrizität sowie die Bewältigung der Flüchtlingsströme nach dem zweiten Weltkrieg.
Mehr als Digitalisierung
Im aktuellen digitalen Zeitalter sind Archive bemüht, die geschichtlichen Quellen über das Internet erreichbar zu machen. Dazu gehört die Katalogisierung der Quellen in online einsehbaren Datenbanken als auch die Bereitstellung von eingescannten Dokumenten im Web, sofern diese rechtlich frei zugänglich gemacht werden dürfen. So können sich Archivbenutzer*innen bequem auf den Archivbesuch vorbereiten oder sogar die Dokumente direkt vom heimischen Schreibtisch aus einsehen.
Die Gemeindeprotokolle der Seelzer Ortsteile sollen aber nicht nur als Bilddateien online gestellt werden. Viele Protokolle sind noch in alter deutscher Schreibschrift geschrieben und müssen daher abgeschrieben werden. Damit diese Abschriften, genannt Transkripte, einheitlich sind, werden sie nach festen Richtlinien angefertigt, die vom Archiv vorgegeben werden. Die Transkriptionsrichtlinien werden vom Archiv bereitgestellt und im Laufe des Projektes stetig nach Bedarf ergänzt.
Beispieltranskript Protokollbuch Lathwehren 1854-1931
Quelle: Stadtarchiv Seelze, Signatur: StadtA See 2025/007, 0001
Die durch das Projekt entstehenden Transkripte werden anschließend zusammen mit den eingescannten Protokollbüchern online im Archivportal Arcinsys einsehbar gemacht, wie beispielsweise hier: www.arcinsys.niedersachsen.de Dadurch können die Volltexte der Protokolle nach Stichworten durchsucht werden. Die Aufarbeitung der Protokolle geht damit also weit über eine reine Digitalisierung hinaus. So wird die Ortsgeschichte einfach und schnell für die Bevölkerung zugänglich.
Ehrenamtlich mitmachen
Beteiligen können sich alle Interessierten, unabhängig von Alter und Vorkenntnissen.
Bei Interesse wenden Sie sich gerne an Martina Krickel, Archivarin Stadtarchiv Seelze (Kontakt siehe unter "Ansprechpartnerin" auf dieser Seite).
Die Abschriften können bequem zu Hause entstehen, da die Protokolle als Scans zur Verfügung gestellt werden. Das Stadtarchiv wird alle Ehrenamtliche für das Projekt intensiv begleiten, entweder nach Bedarf in Workshops oder in Einzelbetreuung.
Das Stadtarchiv bietet:
- Bereitstellung der Protokolle als Scans
- ehrenamtlicher Einsatz ohne feste Zeiten und bequem von zu Hause aus
- individuelle Einarbeitung und Betreuung durch das Stadtarchiv
- späteres Einsteigen in das Projekt möglich
Das sollten die Ehrenamtlichen mitbringen:
- ein Computer mit einem Textverarbeitungsprogramm sollte vorhanden sein. Nach Absprache kann auch ein Arbeitsplatz im Archiv zur Verfügung gestellt werden
Das Stadtarchiv Seelze freut sich, mit Ihnen in die Seelzer Geschichte einzutauchen!