Aus Sicht der betroffenen Kommunen sendet die Petition ein klares Signal an die Bundespolitik und die Bahn, die bisherigen Planungen grundsätzlich zu überdenken. „Wir freuen uns über die große Beteiligung und danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Unterstützung“, sagt Bürgermeister Alexander Masthoff. „Das Ergebnis zeigt eindrucksvoll, wie groß der Wunsch nach einem modernen und zugleich verantwortungsvollen Ausbau der Bahninfrastruktur ist – ohne neue Schneisen durch unberührte Landschaften.“
Die Stadt Seelze und weitere Kommunen entlang der geplanten Trasse hatten sich frühzeitig gegen die Neubaustrecke positioniert und die Petition aktiv begleitet. Die Petition war von einem Zusammenschluss engagierter Bürgerinnen und Bürger ins Leben gerufen worden, die sich unter dem Namen „WiduLand“ für eine nachhaltige Verkehrspolitik einsetzen. Sie fordern einen Planungsstopp, solange zentrale Fragen – etwa zu den Fahrzeitvorgaben und zur Einbeziehung des Abschnitts Bielefeld–Hamm – unbeantwortet bleiben. Die Unterschriften sollen noch im Juli dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages übergeben werden.
