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Regionspräsident Steffen Krach sieht die Stadt Seelze in vielen Bereichen vorbildlich aufgestellt

Regionspräsident Steffen Krach hat bei seinem Antrittsbesuch im Rathaus viel Lob für Seelze übrig gehabt: Sowohl in der Corona-Pandemie als auch beim Zuzug von Geflüchteten aus der Ukraine habe die Stadt viel geleistet und hervorragend mit der Region Hannover zusammengearbeitet.

 

„Das hat alles sehr, sehr gut geklappt – ist aber auch eine Riesen-Herausforderung“, sagte der Regionspräsident. So sei das Impfzentrum am Lampehof in Letter eines der ersten derartigen Angebote mit einem festen und dauerhaften Standort gewesen. Und auch mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine habe die Stadt Seelze schnell und beispielhaft reagiert. 

Dies sei unter anderem dank der eigens in der Rathauskantine eingerichteten Zentralen Anlaufstelle gelungen, in der die Geflüchteten an einem Ort alle wichtigen Formalitäten klären können, erläuterte Bürgermeister Alexander Masthoff. Beschäftigte aus den Bereichen der Sozialen Leistungen und Sozialen Dienste, aus dem Meldewesen und dem Schul- und Kita-Bereich sowie zahlreiche Übersetzerinnen und Übersetzer würden sich täglich dafür einsetzen, den Menschen bei ihrer Ankunft in Seelze möglichst schnell und unkompliziert zu helfen. „Das wird nicht die letzte Fluchtbewegung sein“, waren sich der Regionspräsident und der Bürgermeister einig. „Daher ist es wichtig, dass wir uns darüber unterhalten, wie wir feste Strukturen schaffen“, betonte Steffen Krach.

Eine weitere Herausforderung sei die Verkehrssituation in Seelze, hob Alexander Masthoff hervor. „Ziel muss es sein, den Verkehr, wenn er von der A2 kommt, möglichst lange auf der B441 zu halten“, sagte er. Zusätzlich sei es wichtig, den öffentlichen Personennahverkehr und die Fahrrad-Infrastruktur zu stärken. Entscheidend sei zudem, die Verkehrsströme besser und effizient zu lenken, unterstrich Steffen Krach. „Mit der Nähe zur Landeshauptstadt spielt Seelze eine ganz zentrale Rolle“, ergänzte er. Allerdings bringe all dies hohe finanzielle Belastungen mit sich. Die Region Hannover und die Stadt Seelze seien daher auf die Unterstützung des Bundes und des Landes angewiesen, um unter anderem die erforderliche Infrastruktur in den Bereichen Verkehr und Gesundheitswesen zu sanieren oder gegebenenfalls auszubauen. 

Dazu zähle auch der seit vielen Jahren geforderte Leinesprung als zusätzliche Verkehrsverbindung von Letter über die Leine zum Westschnellweg. „Es ist wichtig, dass wir dazu ernsthafte Gespräche führen“, sagte der Bürgermeister. Gleiches gelte für zusätzliche Angebote bei Bus und Bahn – etwa eine vielfach geforderte Verlängerung der Stadtbahnlinie 10 von Ahlem bis nach Seelze-Süd. Grundsätzlich sei es immer einfacher, bestehende Stadtbahnlinien zu verlängern als neue Linien zu planen, befand Steffen Krach. Zusätzlich sei die Stadt Seelze bereits zu den Möglichkeiten für ein Rufbus-Angebot im Gespräch mit Regionsverkehrsdezernent Ulf-Birger Franz, um eine bessere Anbindung der südlichen Stadtteile an den öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen, sagte der Bürgermeister.

Die Verkehrsinfrastruktur bleibe angesichts der steigenden Bevölkerungszahlen ein Zukunftsthema für alle 21 Kommunen der Region Hannover. „In Gümmer entsteht weiteres Wohnbauland und auch Seelze-Süd wird weiter wachsen“, betonte Alexander Masthoff. Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage, wie viel Bevölkerungswachstum sich Seelze überhaupt leisten könne. Das sah auch Steffen Krach so. Schließlich müssten auch die Kindertagesstätten und Schulen vor diesem Hintergrund mit wachsen. Insgesamt zeige sich eine hohe Attraktivität der 21 Regionskommunen. „Und es ist ja schön, dass die Menschen in der Region Hannover wohnen wollen“, sagte Alexander Masthoff.