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Regenbogenschule: Kinder bringen ihre Ideen zur Gestaltung des Schulhofs ein

32 Schülerinnen und Schüler der Regenbogenschule haben ihre Ideen zur künftigen Gestaltung des Außengeländes zusammengetragen. In einem zweitägigen Workshop schlugen sie für die Zeit nach der bevorstehenden Erweiterung und Sanierung der Grundschule zahlreiche Spiel- und Bewegungsangebote, Fahrradständer und viel Grün auf dem Schulhof vor.

„Ich wünsche mir eine Schaukel, weil ich da auch mit mehreren Spaß haben kann“, sagte Sofia (8). Bionis setzte sich für ein großes Fußballfeld ein. „Bisher haben wir nicht so viel Platz und hier laufen auch immer andere Kinder durch“, sagte der Neunjährige mit Blick auf den aktuellen Schulhof. Für Shaimaa (10) lag bei den bevorzugten Spielgeräten eine Seilbahn ganz klar vorn. „Darauf zu spielen ist einfach toll“, betonte sie. „Ich hätte auch gern ein Kettenkarussell. Damit würde ich die ganze Zeit fahren“, sagte Alina (6). Zu den weiteren Vorschlägen der an dem Workshop beteiligten Mitglieder der Kinderkonferenz der Regenbogenschule zählten Rutschen, Wippen, kleinere und größere Hütten sowie ein großes Trampolin und ein Basketballfeld. Darüber hinaus wünschten sich viele der Schülervertreterinnen und Schülervertreter, dass eine große, in Regenbogenfarben bemalte Schlange aus Stein erhalten bleiben kann und der neue Schulhof neben Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Roller auch Platz für viele Bäume, Sträucher und auch für etwas Wasser bietet.

„Viele der Ideen sind sehr gut", lobte die kommissarische Schulleiterin Gerda Schlinke zum Workshop-Abschluss. Die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung des Außengeländes sei sinnvoll und wichtig. „Der Schulhof gehört den Kindern und deshalb sollen sie ihn auch mitgestalten“, betonte sie. „Ich finde es besonders schön, dass die Kinder auch so einen Bezug zur Natur haben“, war sie sich mit Schul-Sozialarbeiter Bekir Bulut als Organisator der Kinderkonferenz zum oft geäußerten Wunsch nach viel Grün auf dem Schulhof einig.

"Diese Form der Beteiligung der Kinder ist nicht an jeder Schule gegeben", hob Landschaftsarchitektin Lydia Ziegltrum vom Büro GrünPlan Landschaftsarichitekten hervor. Sie leitete den Workshop und war von dem großen Engagement der Kinder beeindruckt. „Die Kinder hatten wirklich Lust drauf. Letzte Woche kam sogar ein Junge mit einer Liste aus seiner Klasse. Das war ganz süß“, sagte sie. Es sei bedeutend, dass die Kinder merken, dass sie mit ihren Vorschlägen gehört werden. Dabei seien viele der Wünsche durchaus realistisch, bei anderen Ideen, die aus unter anderem aus Platz-, Kosten- oder Sicherheitsgründen weniger oder nicht realistisch sind, sei die Kreativität der Landschaftsarchitekten gefragt. „Wenn sich Schülerinnen und Schüler eine Achterbahn wünschen, geht es ja auch um die Frage, welches Bewegungsangebot sie eigentlich haben möchten", erläuterte Lydia Ziegltrum. 

„Uns ist es auch wichtig, zu gucken, welche Lösungen wir für die Zwischenzeit finden uns was wir den Kindern anbieten können", sagte die Landschaftsarchitektin mit Bezug auf die bevorstehenden rund vierjährigen Umbauten und Erweiterungen der Schule und den in dieser Zeit begrenzten Platz auf dem Schulhof. Daher würden die Kinder ihre Ideen nicht nur für die nächste Schülergeneration einbringen, sondern auch Anregungen für die erforderlichen Zwischenlösungen während der umfangreichen Bauarbeiten geben.

Der abwechslungsreiche Workshop mit verschiedenen Ansätzen zum Austausch kam bei den Schülervertreterinnen und Schülervertretern sehr gut an. „Ich fand am besten, dass wir zwischendurch auch draußen waren und zeigen durften, was wir schön und was wir nicht so schön finden“, sagte Alexandra (10). „Für mich war es toll, weil sie uns geholfen haben, dass wir unsere Ideen sagen konnten“, lobte Gabriela (9) das Workshop-Team. Und auch Jannik war sehr zufrieden. „Ich fand gut, dass wir unsere Meinung sagen und mitbestimmen konnten“, betonte der Neunjährige.