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Polizei, Seniorenbeirat und Stadt versenden Broschüre „Im Alter sicher leben“

Fast alle Seelzerinnen und Seelzer im Alter ab 70 Jahren erhalten in den nächsten Tagen aufschlussreiche Post: In einer gemeinsamen Aktion versenden die Polizei, der Seniorenbeirat und die Stadt Seelze rund 4500 Exemplare der Broschüre „Im Alter sicher leben“, in der zahlreiche Verhaltenstipps für Seniorinnen und Senioren aufgeführt sind.

„Das Ganze ist eine Präventionsaktion im Sinne unserer ältesten Mitmenschen“, erläuterte Ralf Hantke, Leiter des Polizeikommissariats Seelze. In ansprechender Form und prägnanten Texten in großer Schrift erfahren die Leserinnen und Leser der Broschüre, wie sie sich vor Gefahren wie vor dem Betrug am Telefon und an der Haustür oder vor Diebstählen auf der Straße schützen können. 

„Seniorinnen und Senioren sind keinem höheren Kriminalitätsrisiko ausgesetzt als jüngere Menschen – eher im Gegenteil“, hob Kontaktbeamtin Melanie Schriefer von der Polizei Seelze hervor. Allerdings gehörten sie in bestimmten Bereichen wie beim Handtaschenraub und beim Trickbetrug zur bevorzugten Zielgruppe der Täterinnen und Täter. Bei den Fallzahlen gehe die Polizei sogar von einer hohen Dunkelziffer aus, da einige Betroffene einen Betrug oder Diebstahl gar nicht bemerkten oder sich etwa aus Schamgefühl nicht an die Polizei wenden würden.

Vorbeugend setzen die Polizei, der Seniorenbeirat und die Stadt Seelze daher mit der Broschüre auf eine gezielte Information und praktische Sicherheitshinweise. „Wir können da gar nicht genug tun“, betonte Hans Werner Weiß, Vorsitzender des Seniorenbeirats Seelze. Schließlich gebe es immer wieder Fälle, in denen ältere Menschen unter anderem Opfer von Raub und Betrug würden. „Es ist daher ganz wichtig, dass wir die Menschen sensibilisieren“, sagte er im Namen des Seniorenbeirats, auf dessen Initiative die gemeinsame Aktion zurückgeht.

„Mit den Briefen wollen wir fast alle Seniorinnen und Senioren erreichen und dazu beitragen, dass wir alle gut und sicher in Seelze leben“, sagte Stefan Oltsch, Leiter der Abteilung Soziale Betreuung der Stadt Seelze. Folglich habe die Stadt Seelze gemeinsam mit der Polizei und dem Seniorenbeirat entschieden, die Broschüre fast allen Bürgerinnen und Bürger im Alter ab 70 Jahren zuzusenden. Zusätzlich zur Broschüre erhalten die Adressatinnen und Adressaten Anschreiben der Polizei, der Stadt und des Seniorenbeirats mit Informationen zu weiteren Hilfsangeboten und Projekten. Ausgenommen vor der Brief-Aktion seien insbesondere Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeeinrichtungen. Einigen ausgewählten Seelzerinnen und Seelzern werden die Polizeibeamten die Broschüren als Teil der Aktion sogar ganz persönlich überreichen und dabei auch das Gespräch mit ihnen suchen.

Bürgermeister Detlef Schallhorn lobte die gewählte Form der Präventionsarbeit. „Das ist eine Aktion, die ich besonders toll finde“, sagte er mit Blick auf die große Zahl der Menschen, die per Post wertvolle Tipps für ihre Sicherheit im Alltag erhalten.

Ralf Hantke unterstrich, dass die Polizei bei Unsicherheiten, etwa bei Besuchen an der Haustür oder bei fragwürdigen Telefonanrufen, stets ein offenes Ohr habe. „Wenn Zweifel bestehen, können die Bürgerinnen und Bürger immer bei der Polizei anrufen. Wir sind 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche vor Ort“, betonte er. Die Polizei Seelze ist unter der Notrufnummer 110 oder bei allen anderen Anliegen unter Telefon (05137) 8270 erreichbar.

Der Versand der gemeinsamen Anschreiben und Broschüren erfolgt voraussichtlich schon in den nächsten Tagen. Zusätzlich liegt die Broschüre unter anderem im Rathaus Seelze, Rathausplatz 1, und im Polizeikommissariat Seelze, Goethestraße 41, aus.