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Nähwerkstatt geflüchteter Frauen fertigt Gesichtsmasken

Die Nachfrage nach individuellen Gesichtsmasken ist hoch, um sich und seine Mitmenschen vor einer Infektion zu schützen. Weil Masken auf dem Markt fast nicht mehr zu bekommen sind, greifen immer mehr Menschen zur Selbsthilfe – so auch Nahla Shamut aus Gümmer, die in Seelze eine kleine Änderungsschneiderei betreibt, und Ghasal Shahab aus Letter.

Beide Frauen sind gelernte Schneiderinnen und haben in ihren Heimatländern Syrien und Irak viele Jahre in diesem Beruf gearbeitet, bevor sie 2016 nach Deutschland geflüchtet sind – und beide kennen sich aus der „Nähwerkstatt“, einem Projekt für Geflüchtete, das die Stadt Seelze in Kooperation mit der Region Hannover seit 2017 durchführt. „Wir sind froh, dass die Teilnehmerinnen das Projekt mit dieser sinnvollen Tätigkeit auch in diesen schwierigen Zeiten aufrechterhalten können“, sagt Thilo Quanz, der als Sozialarbeiter der Stadt Seelze die Näherinnen begleitet und unterstützt.

Elisabeth Mechelhoff, Leiterin des Kursana Domizils in Letter, hatte sich mit der Bitte an die Nähwerkstatt gewandt, dringend benötigte Textilmasken herzustellen, um sie in der Pflegeeinrichtung nutzen zu können. Dabei konnte sie schon auf erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken, denn die Nähwerkstatt hatte bereits Kochschürzen für ein integratives Projekt des Kursana und der Stadt Seelze genäht. 

Auch diesmal wurde die Idee schnellstmöglich mit den ehrenamtlich tätigen Frauen umgesetzt: Ein Schnittmuster wurde vom Kursana bereitgestellt, Stoffe und Nähmaterial waren im Projekt Nähwerkstatt ausreichend vorhanden. Bereits nach zwei Tagen wurde am Freitag, 03.04.2020, eine erste Teillieferung an das Kursana Domizil geliefert. Insgesamt sollen mindestens 200 Masken entstehen. Weitere Anfragen werden gern unter der Mailadresse thilo.quanz@stadt-seelze.de entgegengenommen.