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Die Leinebrücke an der Uferstraße wird abgerissen und erneuert

Die marode Leinebrücke an der Uferstraße wird in Kürze abgerissen. Voraussichtlich am Montag, 13. Juli, beginnt die Demontage der seit Monaten gesperrten Verbindung zwischen Letter und Hannover-Stöcken. Bis zum Jahresende soll die Brücke erneuert und für den Rad- und Fußverkehr freigegeben werden.

Die Rad- und Fußwegbrücke über die Leine bei Letter ist seit Herbst 2019 wegen Mängeln an der Holzkonstruktion gesperrt. Eine Überprüfung hatte ergeben, dass eine Sanierung nicht mehr möglich ist und die Konstruktion durch einen Neubau zahlreicher Brückenelemente ersetzt werden muss. Da die Brücke, die je zur Hälfte auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Hannover und die Stadt Seelze steht, nicht mehr als verkehrssicher galt, verständigten sich beide Städte darauf, die Brücke zu sperren und den Abriss und eine Erneuerung zu planen.

Der Abriss soll ab Montag, 13. Juli, starten. Dazu demontieren Beschäftigte eines beauftragten Fachunternehmens die Brücke schrittweise in einzelne Elemente. Diese werden dann mit einem Autokran herausgehoben und anschließend abgefahren. Da die sogenannten Gründungen und die Widerlager der Brücke intakt sind, bleiben diese bestehen. Sie können für neue Pylone und den neuen Brückenüberbau genutzt werden. Dies hat den Vorteil, dass aufwändige Genehmigungsverfahren entfallen können und der erneuerte Überbau, der in der Bauweise der bisherigen Brücke sehr ähnlich ist, zügig entstehen kann. Eine andere Gestaltung der Brücke hätte dagegen zur Folge, dass auch die Widerlager und Gründungen erneuert werden müssten. Dies entspräche einem kompletten Neubau mit deutlich höheren Kosten sowie einem entsprechend längeren Genehmigungsverfahren inklusive eines wasserrechtlichen Verfahrens. 

Die nutzbare Breite von 2,5 Metern zwischen den Geländern bleibt beim erneuerten Überbau ebenso erhalten wie viele weitere Abmessungen und Eigenschaften der Brücke. Der Aufbau der Brücke wird sich daher nicht wesentlich verändern. Beim Material setzen die beiden beteiligten Städte allerdings im Schwerpunkt auf Stahl statt wie zuvor auf Holzelemente. Dadurch können unter anderem die Pylone schlanker gestaltet werden. Außerdem erhält der neue Überbau zugunsten der höheren Verkehrssicherheit einen rutschfesten Belag.

Die neue Brücke soll noch bis Ende 2020 in Betrieb genommen werden. Die Gesamtkosten für die Herrichtung der Baustelle und Baustellenzufahrt, für den Abriss und für die Erneuerung betragen rund 800.000 Euro. Diese werden je zur Hälfte von der Landeshauptstadt Hannover und von der Stadt Seelze getragen. Ein Teil der Kosten soll über Fördermittel finanziert werden. Für die Abriss- und Erneuerungsarbeiten haben Landeshauptstadt Hannover und die Stadt Seelze daher eine Förderung gemäß der Zuwendungsrichtlinie Naherholung der der Region Hannover beantragt.