seelze.de
NAVIGATION

Der Aufzug an der Heimstättenbrücke fährt wieder

Der Aufzug an der Heimstättenbrücke funktioniert wieder. Nach dem erfolgreichen Einbau von zwei neuen Türen kann der Aufzug ab sofort genutzt werden. Ein barrierefreier Zugang von der Heimstättenbrücke zur Kantstraße und in der Gegenrichtung ist damit wieder gewährleistet.

Beschäftigte eines Fachbetriebes haben die defekten Elemente – eine Kabinentür und eine Schachttür – ausgetauscht. Nach der am vergangenen Mittwoch erfolgten Funktionskontrolle und der Abnahme ist der Aufzug nun wieder für alle Nutzerinnen und Nutzer freigegeben. Die Stadt Seelze ruft jedoch eindringlich dazu auf, den Aufzug während der Dauer der Einschränkungen durch das Coronavirus möglichst nur einzeln zu nutzen, um das Infektionsrisiko zu minimieren und die Gefahr einer Ausbreitung des Virus somit einzudämmen.

Der im Jahr 2009 installierte Aufzug an der Kantstraße in Höhe der Döteberger Straße war seit August 2019 wegen der defekten Türen außer Betrieb. Die Stadt Seelze hatte eine sofortige Reparatur beauftragt, doch bereits kurz nach dem Auftreten des Defekts teilte der Hersteller mit, dass eine Wiederaufnahme des Betriebs aus Sicherheitsgründen erst nach dem Austausch der Türen möglich ist. Da es sich bei den Ersatzteilen eine Spezialanfertigungen handele, sei eine Lieferung und Reparatur erst nach erst in 14 bis 20 Wochen möglich. Diese war für Dezember 2019 geplant. Aufgrund eines Vermessungsfehlers des Herstellers und eine dadurch fehlerhaft angefertigte Tür verzögerte sich der Einbau allerdings zusätzlich.

In den ersten vier Monaten des Ausfalls hatte die Stadt Seelze ein Hilfsangebot an der Treppe der Heimstättenbrücke für jene Menschen organisiert, denen die selbstständige Nutzung der Treppe oder ein Umfahren der Fußgängerbrücke nicht möglich war. In dieser Zeit standen montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr ein bis drei Beschäftigte im Auftrag der Stadt Seelze bereit, um hilfsbedürftige Menschen an der Treppe der Heimstättenbrücke zu unterstützen. Dieser Service wurde erst mit Einbruch der winterlichen Witterung aus Fürsorge für die Beschäftigten des Hilfsangebots beendet.

„Ich danke allen Nutzerinnen und Nutzern des Aufzugs für ihre große Geduld während dieses langen Ausfalls“, sagt Bürgermeister Detlef Schallhorn. Mit dem nun reparierten Aufzug an der Heimstättenbrücke können alle Einwohnerinnen und Einwohner wieder eine wichtige barrierefreie Verbindung nutzen. Der Aufzug an der Fußgängerbrücke wird vor allem als Verbindung von Seelze-Süd zum Seelzer Zentrum stark frequentiert. So wurden für den Zeitraum von Januar bis Juni 2019 insgesamt rund 77.500 Fahrten dokumentiert. Das entspricht durchschnittlich etwa 428 Fahrten pro Tag. Durch den Verschleiß von Bauteilen, aber auch aufgrund von unsachgemäßem Gebrauch, etwa durch das Blockieren der Türen, bis hin zu mutwilligen Beschädigungen seitens einzelner Nutzerinnen und Nutzer war es auch vor dem mehrmonatigen Ausfall in der Vergangenheit zu teils sehr kurzen, teils mehrtägigen Ausfällen des Aufzugs gekommen. Die Stadt Seelze fordert daher alle Nutzerinnen und Nutzer auf, sorgsam mit dem Aufzug umzugehen, um weiteren Störungen bis hin zu längeren Ausfällen vorzubeugen. 

Um eine dauerhafte und weniger störungsanfällige Alternative zum Auszug herzustellen, hat der Rat der Stadt Seelze im Dezember 2019 einstimmig den Bau einer barrierefrei zugänglichen Rampe an der Heimstättenbrücke beschlossen. Die langgestreckte und geschwungene Rampe soll über 150 Meter führen, um den Höhenunterschied von 7,30 Metern zu überwinden, und über eine Neigung von maximal sechs Prozent und Zwischenpodeste verfügen. Die umfangreichen baurechtlichen Planungen für die Rampe haben begonnen. Ein Termin für den Baubeginn oder die Fertigstellung kann jedoch noch nicht benannt werden.