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Bauantrag/Baugenehmigungsverfahren

Allgemeines:

Für alle Baumaßnahmen (z. B. Errichtung, Änderung, Nutzungsänderung) die nicht baugenehmigungsfrei gem. § 60 Abs. 1 NBauO und entsprechendem Anhang sind, ist vor Baubeginn eine Baugenehmigung bei der Bauaufsichtsbehörde einzuholen, bzw. eine Baumitteilung gem. § 62 NBauO einzureichen.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens prüft die Bauaufsichtsbehörde, ob die beantragte Baumaßnahme dem öffentlichen Baurecht entspricht. Wenn dem so ist, wird eine entsprechende Baugenehmigung erteilt.

Bestimmte Bauvorhaben sind allerdings nach § 63 NBauO im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren zu prüfen, d. h. die bauordnungsrechtlichen Anforderungen
werden nur eingeschränkt geprüft. Für die nicht mehr von der Bauaufsichtsbehörde zu prüfenden Teile des Entwurfs übernimmt der Entwurfsverfasser allein die Verantwortung, dass das Bauvorhaben dem öffentlichen Baurecht entspricht. Eine entsprechende Erklärung darüber ist den Bauantragsunterlagen beizufügen.

Das Bauvorhaben darf nur so ausgeführt werden, wie es die genehmigten Bauvorlagen vorsehen. Ergibt sich während der Bauphase, dass die Baumaßnahme anders ausgeführt werden soll, so ist eine geänderte Baugenehmigung zu beantragen. Eingereicht werden  müssen dann nur geänderte Bauvorlagen, für den Teil des Bauvorhabens, der anders ausgeführt werden soll.

Eine Baugenehmigung erlischt, wenn nicht innerhalb von 3 Jahren nach ihrer Erteilung mit der Baumaßnahme begonnen wird oder wenn die Ausführung 3 Jahre unterbrochen worden ist. Auf Antrag kann die Gültigkeit der Baugenehmigung verlängert werden. Dieser Antrag muss jedoch vor Ablauf der o. g. Frist der Bauaufsichtsbehörde vorliegen.

Nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) ist für alle Gebäude mit einer Nutzfläche von mehr als 50 Quadratmetern, die unter Einsatz von Energie beheizt oder gekühlt werden, die Erklärung zum Nachweis nach EEWärmeG zusammen mit der Bauanzeige/ Bauantrag einzureichen.

Entwässerungsanträge werden von der Abteilung 4.2 (Abt. Straßen & Entwässerung) bearbeitet. Informationen und den entsprechenden Vordruck finden Sie hier: Entwässerung.

Weiterhin ist ein statistischer Erhebungsbogen für Baugenehmigungen auszufüllen und zusammen mit dem Bauantrag einzureichen. Diesen finden Sie unter dem folgenden Link des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen:
http://www.statistik-bw.de/baut/html/index.htm

Informationen zur neuen Niedersächsischen Bauordnung (NBauO), die am 01.11.2012 in Kraft getreten ist, finden Sie hier: www.umwelt.niedersachsen.de/

Beantragung:

Der Bauantrag ist schriftlich und mit den erforderlichen Bauvorlagen in 2-facher Ausfertigung bei der Bauaufsichtsbehörde einzureichen. 

Nach der Bauvorlagenverordnung (BauVorlVO) sind dem Bauantragsformular in der Regel folgende Unterlagen beizufügen:

  • Übersichtsplan im Maßstab 1:5000
  • Lageplan im Maßstab 1:500
  • Bauzeichnungen im Maßstab 1:100 (Grundrisse, Schnitte, Ansichten)
  • Baubeschreibung und ggf. Betriebsbeschreibung
  • Angaben zur Gebäudeklasse und -Höhe
  • Berechnungen u. a. der Grundflächenzahl (GRZ), Geschossflächenzahl (GFZ),
  • Bruttorauminhalt, Rohbau-, bzw. Herstellungskosten
  • Darstellung der gepflasterten und versiegelten Flächen (Freiflächenplan)
  • Nachweis der notwendigen Pkw-Einstellplätze
  • Nachweise der Standsicherheit
  • Nachweise des Wärmeschutzes 

Im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens kann es allerdings erforderlich sein, dass weitere Bauvorlagen nachgefordert werden müssen. Es wird darauf hingewiesen, dass unvollständige Antragsunterlagen Nachforderungen erforderlich machen und damit auch das Genehmigungsverfahren verzögern.

Gebühren:

Die Höhe der Gebühren richtet sich nach der Baugebührenordnung (BauGO).

Diese Informationen finden Sie weier unten als PDF zum Download (Merkblatt über die Bauantragstellung gem. Niedersächsische Bauordnung (NBauO) )

Zuständige Abteilung

Zuständige Mitarbeiter/innen

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